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17.08.2022 Aktuelles Alle Afrika Niger: Eine Brücke für Bildung

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Im Niger zwingt die grassierende Armut immer noch viele Schüler*innen, zu arbeiten. In sogenannten Brückenklassen erhalten betroffene Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, den verpassten Unterrichtsstoff wieder aufzuholen.

Wenn die eigene Familie finanziell kurz vor dem Kollaps steht und selbst die Grundbedürfnisse wie Ernährung und Medizin nicht erfüllt werden können, müssen immer noch zu viele Kinder und Jugendliche ihre Bildung zugunsten von Arbeit vernachlässigen – auch im Niger. Schon drei von zehn Kindern im Primarschulalter besuchen hier keine Schule. In den älteren Jahrgängen und besonders für Mädchen ist die Problematik noch grösser. Sie heiraten jünger und fangen früher an, zu arbeiten. Geht es um den Schulbesuch, erhalten Söhne in vielen Familien immer noch den Vorzug. Und das in einem Land, in dem der Anteil der lesenden und schreibenden Bevölkerung über 15 Jahren mit 35 Prozent bereits aussergewöhnlich niedrig ist (Quelle: The World Factbook).

Hilfe mit Schulmaterial und Stipendien

Um Kindern und Jugendlichen, die ihren Bildungsweg bereits unterbrechen mussten, zu helfen, unterstützt SOS-Kinderdorf mit Stipendien und Schulmaterial für Brückenklassen. Aktuell werden so 375 Schüler*innen in Niamey und Kantché auf die Wiedereingliederung in das Schulsystem vorbereitet. «Dort haben sie ein Jahr Zeit, den durch ihren Schulabbruch verpassten Unterrichtsstoff nachzuholen. Danach sind sie bereit, ihren Bildungsweg wieder aufzunehmen», erklärt Anouk Zulauf, Verantwortliche Programme von SOS-Kinderdorf. Die Schüler*innen besuchen die Brückenklasse etwa ein Jahr lang, bevor sie wieder in eine Regelklasse übergehen.

In einer Brückenklasse ist die Wiederaufnahme des Bildungswegs möglich.

In einer Brückenklasse ist die Wiederaufnahme des Bildungswegs möglich.

Im Rahmen der Familienstärkung und Bildungsarbeit von SOS-Kinderdorf im Niger sind die Brückenklassen ein entscheidendes Element. Erst durch einkommensfördernde Massnahmen für armutsbetroffene Familien legen wir den Grundstein, Kinder und Jugendliche in die Schule zurückzuholen. Und dank der Brückenklassen schaffen wir faire Voraussetzungen, dass die Rückkehr in den Regelunterricht auch nachhaltigen Erfolg zeigt und es den Schüler*innen ermöglicht, aus dem Teufelskreis mangelnder Bildung und Armut auszubrechen. Ihre Spenden erlauben uns, Kindern in Not zu helfen.

Schulabbruch Schweiz: Gibt’s nicht? Gibt’s doch!

Aufgrund der geltenden Schulpflicht bis zur Sekundarstufe II spielt das Thema «Schulabbruch und Wiedereinschulung» in der Schweiz eine eher untergeordnete Rolle, Daten zum Thema sind kaum vorhanden. Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich etwa 5000 Jugendliche die Schule abbrechen. 2020 wiesen 4,8 Prozent der 18-24-Jährigen keinen Abschluss der Sekundarstufe II. Positiv ist, dass dieser Anteil seit 2010 einem konstanten Rückgang unterliegt (Quelle: BfS, 2021).

Inhaltsverantwortliche:

David Becker

Wenn ich Content in Wort und Bild erarbeite, begeistert mich das grosse Ganze und berühren mich die feinen Details.

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