Hilfe zur Selbsthilfe

Unterstützt werden Frauen in Faridabad, Indien und Näherinnen in Leon, Nicaragua.

Frauenförderung in Faridabad, Indien



Divya konnte sich dank eines Mikrokredites der Selbsthilfegruppe von SOS-Kinderdorf einen eigenen Büffel kaufen.

Das Familienstärkungsprogramm in Faridabad unterstützt 64 Frauen in der Haltung von Büffeln und dem Verkauf der Milch. Sie können damit ihr eigenes Einkommen verdienen und selbstständig für ihre Familie sorgen.


Divya konnte sich dank eines Mikrokredites der Selbsthilfegruppe von SOS-Kinderdorf einen eigenen Büffel kaufen. Täglich verkauft sie nun die Büffelmilch auf dem lokalen Markt. Die Büffelmilch ist in Indien aufgrund des hohen Fettgehaltes besonders beliebt. Aber das ist nicht der einzige Erfolgsgarant: „Andere auf dem Markt verdünnen die Milch mit Wasser. Das mache ich nicht. Daher ist meine Milch besonders gefragt!“

Das Familienstärkungsprogramm kann bereits erste Erfolge aufzeigen: die Kinder in der Gemeinde haben alle ein ihrem Alter entsprechendes Gewicht, das heisst, sie sind nicht mehr unterernährt. Ein weiterer Erfolg ist die Reduktion der Schulabbrüche. Insbesondere Mädchen mussten früher die Schule frühzeitig verlassen um zu arbeiten – seit Einführung des Programmes konnte diese Rate um bis zu 80% gesenkt werden.

Unterstützung von Näherinnen in Leon, Nicaragua



Zentrum der Unterstützung stehen alleinerziehende Mütter.

Das Familienstärkungsprogramm in Leon unterstützt 265 gefährdete Familien mit 505 Kindern ausserhalb des SOS-Kinderdorfs.


Im Zentrum der Unterstützung stehen alleinerziehende Mütter. So werden 99% der unterstützten Familie von einer Mutter geführt. Einerseits können die Mütter ihre Kinder in die Kindertagesstätte bringen, andererseits werden sie auch weitergebildet und erhalten Mikrokredite um selbständig für ihre Familien zu sorgen.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den vielen Näherinnen. In hiessen und stickigen Hallen produzieren sie Kleider zu günstigen Preisen. SOS-Kinderdorf hat beispielsweise dafür gesorgt, dass die Näherinnen eine Krankenversicherung erhalten, etwas was in Nicaragua nicht selbstverständlich ist und viel zur Gesundheit der alleinstehenden Mütter und zum Einkommen der Familie beiträgt.