Hunger in Afrika – Kinder kämpfen ums Überleben

In Ostafrika verstärkt SOS-Kinderdorf sein Nothilfeprogramm und steht Kindern und Familien bei, die wegen der anhaltenden Dürre ums Überleben kämpfen.
«Ohne unsere Tiere sind wir verloren. Wie soll meine Familie überleben?» Ein verzweifelter Vater aus Marsabit im Norden Kenias drückt seine Hoffnungslosigkeit aus. All sein Vieh ist verdurstet. Seine Weiden sind vertrocknet. Der Boden ist ausgedörrt. Schon seit mehr als einem Jahr hält die Trockenheit an. Eigentlich herrscht von März bis Mai Regenzeit. Doch bis auf wenige Tropfen ist kein Niederschlag gefallen. Experten warnen, dass die Dürre in ganz Ostafrika anhalten könnte.
 
«Sterben die Kamele, hast du ein Problem», sagt ein Dorfvorsteher. Dieses Kamel starb am Vortag. Kinder stehen um seinen Kadaver.
Allein in Kenia leiden 2,6 Millionen Menschen unter Nahrungsmittelknappheit – davon sind 360 000 Kinder, schwangere Frauen und stillende Mütter als akut unterernährt eingestuft. Wegen der Wasserknappheit sind ganze Herden von Kühen, Ziegen und Kamelen verendet. Mit ihnen verlieren die Familien ihre Lebensgrundlage.
 
Es ist die schlimmste Dürre seit Menschengedenken. Die Menschen kämpfen ums nackte Überleben. Ein Dorfvorsteher drückt die Not der Menschen aus: «Nie zuvor habe ich so etwas miterlebt. Wir haben Angst vor der Zukunft.» Die Abgeschiedenheit vieler Dörfer macht die Versorgung der Menschen nicht einfacher. Mit seinem Nothilfeprogramm versorgt SOS-Kinderdorf die Kinder und Familien mit dem Überlebensnotwendigsten. Sie brauchen uns jetzt. Und sie werden uns brauchen, damit sie keine Angst vor der Zukunft haben müssen.