Neue Hoffnung für Kriegswaisen in Syrien

25/10/2017 - SOS-Kinderdorf eröffnet dieser Tage bei Damaskus eine neue Einrichtung für Kriegswaisen. Am vergangenen Samstag sind die ersten Kinder in ihrem neuen Zuhause eingezogen. Hier bekommen sie nach traumatischen Kriegsjahren langfristige Betreuung und die Aussicht auf eine eigenständige Zukunft.
Die ersten Kinder, die im Krieg ihre Familien verloren haben ziehen ins neue SOS-Kinderdorf ein.

Sicherheit und Beständigkeit sind zwei wichtige Faktoren, die eine positive Kindheit prägen. SOS-Kinderdorf gibt 80 Kindern, die im Krieg schwer traumatisiert wurden und ihre Familien verloren haben, jetzt wieder ein neues, geschütztes Zuhause und langfristige Betreuung. Die ersten zwölf Kinder zwischen zwei und 13 Jahren und ihre SOS-Mütter haben ihre Wohnungen in einer ehemaligen Ferienanlage in der Nähe von Damaskus bereits bezogen. «Wir setzen damit ein Zeichen für eine hoffnungsvolle Zukunft dieser Kinder», sagt Urs Bernhard, Programmverantwortlicher bei SOS-Kinderdorf Schweiz.


Viele der Kinder leiden unter Angststörungen oder Depressionen. Mit verlässlichen Beziehungen und ganzheitlicher, individueller Betreuung durch Fachpersonen schafft SOS-Kinderdorf die Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung, damit sie als Erwachsene selbständig die Herausforderungen des Lebens meistern werden.

Im neuen SOS-Kinderdorf dürfen die Kinder wieder spielen und wieder Kind sein.


Mit dem Bezug der neuen Anlage kann SOS-Kinderdorf seine Kapazitäten zur Langzeitbetreuung von Kindern in Syrien nach Jahren der kriegsbedingten Stagnation wieder ausbauen. 2012 musste das Kinderhilfswerk die Einrichtung in Aleppo aufgeben und im September 2016 das SOS-Kinderdorf in Damaskus zeitweise räumen. Übergangseinrichtungen, die darauf entstanden, sind überlastet und sollen nach und nach wieder durch feste Einrichtungen ersetzt werden.