Entwicklungszusammenarbeit statt einseitiger Entwicklungshilfe

SOS-Kinderdorf engagiert sich in der Entwicklungszusammenarbeit um weltweit die Lebensbedingungen von Kindern und Familien zu verbessern.

Die internationale Entwicklungszusammenarbeit zielt darauf, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung der Länder des Südens und des Ostens zu fördern und die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. SOS-Kinderdorf legt dabei den Fokus auf die Lebensbedingungen von Kindern weltweit.

Die einheimischen Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf kennen die lokalen Verhältnisse und arbeiten mit den relevanten Interessengruppen zusammen. Dieser partnerschaftliche, kommunale Entwicklungs-Ansatz fördert die Selbsthilfe, gewährleistet Nachhaltigkeit und macht den Unterschied zwischen gemeinschaftlicher Entwicklungszusammenarbeit und einseitiger Entwicklungshilfe.

Entwicklungshilfe
Entwicklungszusammenarbeit statt einseitiger Entwicklungshilfe

Der Entwicklungsschwerpunkt von SOS-Kinderdorf

SOS-Kinderdorf befasst sich schwerpunktmässig mit der Entwicklung von Kindern zu selbständigen und verantwortungsvollen Mitgliedern der Gesellschaft. Die Entwicklung des Kindes im Sinne einer vollen Entfaltung seiner Potentiale geschieht am besten in einem familiären Umfeld.

In Anerkennung der aktiven Rolle des Kindes für seine eigene Entwicklung  arbeiten wir mit Familien, Gemeinden, Selbsthilfegruppen und Hilfsorganisationen zusammen, um die am besten geeignete Antwort auf die Situation von Kindern zu finden, die gefährdet sind, nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufzuwachsen oder die bereits ausserhalb ihrer Herkunftsfamilie leben.

Selbsthilfeprojekte für Familien

Armut lässt Familien auseinanderbrechen. Eltern können nicht mehr für ihre Kinder sorgen und sind gezwungen diese auf sich alleine gestellt zu lassen. Mit Familienstärkungsprogrammen befähigt SOS-Kinderdorf Eltern trotz misslichen Bedingungen, ihren Kindern aus eigener Kraft eine Zukunftsperspektive zu geben.

Mit Saatgut, Berufsberatungen, Fortbildungskursen sowie mit Mikrokrediten zur Existenzgründung (z.B. durch die Finanzierung eines kleines Kiosks oder einer Suppenküche) werden Familien schrittweise zur Selbsthilfe befähigt. Die Familienstärkungsprogramme von SOS-Kinderdorf legen den Fokus auf alleinerziehenden Mütter und deren Kinder, da diese besonders von Armut betroffen sind. Genau durch diese Unterstützung der Selbsthilfe unterscheidet sich unsere Entwicklungszusammenarbeit von der einseitigen Entwicklungshilfe.

Entwicklung durch Bildung

Für SOS-Kinderdorf ist Bildung der Grundstein für soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Kindern und Jugendlichen eine solide Schul- und Ausbildung zu ermöglichen, ist eines der wirkungsvollsten Mittel nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit.

Weltweit betreibt SOS-Kinderdorf knapp 500 Bildungsprogramme wie Schulen, Kindergärten und Berufsbildungszentren für 150‘000 Mädchen und Jungen, welche allen Kindern und Jugendlichen in der Umgebung des SOS-Kinderdorfs offen stehen. Kindern aus wirtschaftlich schlechter gestellten Familien wird zudem das Schulgeld, die Schuluniform oder die Schulbücher bezahlt. Mit seiner Bildungsarbeit fördert SOS-Kinderdorf gezielt Mädchen und Mütter, denen das Grundrecht auf Bildung oft vorenthalten wird.

Entwicklung durch medizinische Versorgung und Betreuung

Weltweit leiden Kinder unter der gegenseitigen Verschärfung von Krankheit und Armut. SOS-Kinderdorf leistet deshalb medizinische Entwicklungszusammenarbeit und engagiert sich im Kampf gegen HIV und Aids.

SOS-Kinderdorf betreibt weltweit 72 medizinische Zentren für 450‘000 Menschen. Damit kann die medizinische Grundversorgung von  Familien und Kindern im Umfeld der SOS-Kinderdörfer gesichert werden. Zudem stellen Familienstärkungsprogramme die medizinische Versorgung bedürftiger Familien sicher.

SOS-Kinderdorf ist Entwicklungszusammenarbeit

Jedes der über 500 SOS-Kinderdörfer weltweit leistet Entwicklungszusammenarbeit. Die jungen Menschen, welche das SOS-Kinderdorf verlassen, sind gut ausgebildet und nehmen ihre soziale Verantwortung war. Sie arbeiten in ihrer Gemeinde und helfen so ihrem Land als selbstständige und mündige Bürger weiter.