Schulen – Bildung als Schlüssel zum Erfolg

Eine gute Schulbildung ist der Schlüssel für die Zukunft. Unsere SOS-Schulen bieten weltweit armen und verlassenen Kindern eine Ausbildung - so ebnen wir Mädchen und Jungen den Weg in ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben.

In armen Ländern herrscht Bildungsnotstand. Bereits sechsjährige Kinder müssen jeden Tag stundenlang zu Fuss gehen, um zur nächsten staatlichen Schule zu kommen, wo sich bis zu 70 Schüler in einen Raum drängen.  Unter solchen Bedingungen können Kinder kaum etwas lernen. Doch diese Situation ist immer noch besser als gar nicht zur Schule gehen zu können. Viele Eltern können es sich die Schulgebühren nicht leisten und Kinder müssen bereits früh Arbeiten um dem Familieneinkommen etwas beizutragen. Mädchen haben weltweit sogar eine noch kleinere Chance auf Schulbildung. Oft helfen sie im Haushalt mit, während ihre Brüder zu Schule gehen dürfen.

Schulbildung für Kinder in Not

In Afrika, Asien und Lateinamerika leisten unsere SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen wichtige Bildungsarbeit für hilfsbedürftige Mädchen und Jungen. An derzeit 183 SOS-Schulen besuchen insgesamt 108‘196 Kinder und Jugendliche den Unterricht. Unsere Schulen sind stets an einzelne SOS-Kinderdörfer angeschlossen. So ermöglichen wir den Kindern in unserer Betreuung eine fundierte Ausbildung. Ausserdem stehen unsere Schulen auch Mädchen und Jungen aus der Nachbarschaft der Dörfer offen.

Solide Grundbildung: Mit Volksschulen von der ersten bis zur neunten Klasse bieten wir Mädchen und Jungen den Zugang zu einer Grundbildung. In den Klassen sitzen maximal 30 bis 40 Schüler und die Lehrer sind gut qualifiziert und in aller Regel Einheimische.

Förderung für lernschwache und behinderte Schüler: Viele Kinder gingen kaum oder gar nicht zur Schule, bevor sie im Kinderdorf ein Zuhause gefunden haben. Mit Förderunterricht helfen wir ihnen, den Lernrückstand aufzuholen. Sonderpädagogische Programme richten sich ausserdem an blinde, taube oder geistig behinderte Schüler, die in armen Ländern meist von jeglicher Bildung ausgeschlossen sind und sonst keinerlei Förderung erhalten.

Begabtenförderung: Für besonders begabte Jugendliche in Afrika und Lateinamerika haben die SOS-Kinderdörfer zwei Colleges eingerichtet: eines in Tema, Ghana, und ein weiteres in Santa Ana, Costa Rica. Der internationale Schulabschluss berechtigt die Absolventen, ein Studium an nahezu jeder Universität weltweit aufzunehmen.

Wofür unsere Schulen stehen

Unser Bildungskonzept: Wir befähigen unsere Schüler, ihre individuellen Interessen und Fähigkeiten zu erkennen und zu entfalten. Der Unterricht an den SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen basiert auf einem ganzheitlichen Bildungskonzept. Dabei berücksichtigen wir kulturelle Besonderheiten, wie z.B. an den SOS-Schulen für tibetische Kinder der Exilgemeinden in Indien oder Nepal. Selbstverständlich orientieren wir uns auch an den jeweiligen nationalen Lehrplänen.
Wir setzen Massstäbe: Alle unsere Schulen sind staatlich anerkannt und geniessen einen ausgezeichneten Ruf und gelten in vielen Ländern als Vorzeigeprojekte.
Wir bereiten unsere Schüler auf den Beruf vor: Viele SOS-Schulen bieten zusätzlich praxisorientierte und berufsbildende Lehrgänge in Metall- und Holzverarbeitung, Elektroinstallation oder Teppichknüpfen. So können wir die Berufsaussichten der Jugendlichen am heimischen Arbeitsmarkt verbessern.

Bildungschancen für Mädchen

Ein zentrales Anliegen sind uns gleichberechtigte Bildungschancen für Mädchen. Wir achten darauf, dass die Hälfte der Nachbarskinder an unseren Schulen Mädchen sind, was in Afrika und Südasien keineswegs selbstverständlich ist.