Diktaturen, Bürgerkrieg und Naturkatastrophen

Die jahrzehntelange Diktatur, die Bürgerkriegsjahre und die verheerenden Schäden durch den Hurrikan Mitch brachten Nicaragua in eine prekäre wirtschaftliche Lage, welche durch hohe Arbeitslosigkeit und die damit verbundene soziale und wirtschaftliche Not geprägt ist.


Nicaragua ist das grösste Land Mittelamerikas und grenzt im Süden an Costa Rica, im Norden an Honduras, im Osten an die Karibik und im Westen an den Pazifischen Ozean. Die Gesamtbevölkerung beträgt ca. sechs Millionen, davon leben ungefähr 1,8 Millionen in der Hauptstadt Managua, die somit nach Guatemala-Stadt die zweitgrösste Hauptstadt in Mittelamerika ist.

Mit fast 40 Prozent der Gesamtbevölkerung, die in Armut leben, zählt Nicaragua heute zu den ärmsten Länder Lateinamerikas. Fast 80 Prozent der Nicaraguaner leben von weniger als zwei US-Dollar pro Tag, und die Nahrungsmittelknappheit ist weiterhin ein grosses Problem; erschreckende 27 Prozent der Bevölkerung leiden unter Mangelernährung - das ist der höchste Prozentsatz aller Länder Mittelamerikas. Vor allem in ländlichen Gegenden ist die Armut überall spürbar; viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen.
  • Nach Schätzungen der Weltbank leben oder arbeiten in Nicaragua 8 bis 12 Prozent aller Kinder unter 18 Jahren auf der Strasse.

    Die Lage der Kinder in Nicaragua

    Nach Schätzungen der Weltbank leben oder arbeiten in Nicaragua 8 bis 12 Prozent aller Kinder unter 18 Jahren auf der Strasse. Mehr erfahren...
  • Seit dem verheerenden Erdbeben im Jahr 1972, das die Hauptstadt Managua fast völlig zerstörte, engagiert sich SOS in Nicaragua.

    Die Arbeit von SOS-Kinderdorf in Nicaragua

    Zurzeit gibt es in Nicaragua sechs SOS-Kinderdörfer, vier SOS-Jugendeinrichtungen, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, ein SOS-Berufsbildungszentrum sowie 20 SOS-Sozialzentren. Mehr erfahren...