Nepal: Unsere Hilfe geht weiter

Seit dem schweren Erdbeben in Nepal vor drei Jahren hat SOS-Kinderdorf über 28‘000 Menschen wirksam und dauerhaft geholfen.

SOS-Kinderdorf ist seit 1972 in Nepal tätig und betreibt heute vielfältige Programme an zehn Standorten im ganzen Land. Diese jahrzehntelange Präsenz und die funktionierende Infrastruktur hat nach dem Erdbeben von 2015 eine rasche Hilfe ermöglicht. Zudem sind unsere erfahrenen lokalen Mitarbeitenden mit den Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut und gut vernetzt.

Schutzzonen für Kinder und humanitäre Hilfe für mehr als 28‘000 Menschen
Dank der stabilen Bauweise gab es damals in den SOS-Kinderdörfern kaum grösseren Schäden. Daher konnten dort rasch zusätzlich Kinder aufgenommen, Zelte aufgestellt und Nothilfecamps eingerichtet werden. Unsere Mitarbeitenden versorgten zehntausende Menschen mit Nahrung, Wasser, Kleidung, Medikamenten und anderen Gütern. Parallel fanden in 25 Kinderschutzzonen („child friendly spaces“) tagsüber bis zu 2000 Kinder eine förderliche Betreuung. Das war wertvoll, nicht nur für die Kinder, sondern auch wichtig zur Entlastung der Eltern, damit diese sich ganz dem Wiederaufbau ihrer Häuser und Existenzen widmen konnten.

Die Hilfe nach dem Beben in Zahlen und Fakten:

  • 28’300 Menschen hat die Nothilfe erreicht und ihnen wirksam und nachhaltig geholfen.
  • 25 Kinderschutzzentren für täglich bis zu 2000 Buben und Mädchen, wo sie im geschützten Umfeld spielen, lernen und einfach Kind sein durften sowie psychologisch und emotional betreut wurden.
  • 4’800 Kinder erhielten in den kalten Wintermonaten wärmende Kleidung.
  • 4’300 Kinder bekamen Schuluniformen, Unterrichtsmaterialien und Hygieneartikel.
  • 1’400 Kinder wurde Ersatzunterricht für die infolge des Erdbebens versäumte Schulzeit geboten.
  • SOS Kinderdorf baute drei komplett zerstörte Schulen neu auf und beteiligt sich an der Sanierung bzw. dem Wiederaufbau von neun weiteren schwer beschädigten Schulen.
  • 346 Kinder konnten durch ein neues „Kinship Care“ Programm (Unterstützung durch Angehörige) von älteren Geschwistern, Tanten, Onkeln oder Grosseltern weiter versorgt werden. 53 Kinder, die niemand mehr hatten, fanden in SOS-Kinderdörfern dauerhaft ihr neues Zuhause.

Nepal ist ein Schwerpunktland der Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz
Drei der zehn SOS-Kinderdörfer im Land (Pokhara, Gandaki, Itahari) werden direkt mit Spenden aus der Schweiz finanziert. Unmittelbar nach dem Beben hat SOS-Kinderdorf die Menschen in der Schweiz um Hilfe gebeten und über 2 Mio. Franken an Spenden erhalten. Damit wurde ein Teil der laufenden Nothilfemassnahmen der Wiederaufbau von Schulen sowie neue Häuser für die betroffenen Familien finanziert. SOS-Kinderdorf sagt allen Spenderinnen und Spendern für ihre Solidarität ganz herzlich Danke.

Bild: Die Kinder Nepals profitierten von der Nothilfe von SOS-Kinderdorf. Schülerinnen und Schüler stehen vor ihrer neu aufgebauten Schule.

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren.

 
22. Mai 2018

Dank SOS-Kinderdorf in die Selbstständigkeit

Heute bin ich eine glückliche Frau. Meine beiden Töchter sind mein ganzer Stolz. Wir führen …

Weiterlesen
 
17. Mai 2018

41 000 Weihnachtskarten

«Spenden ist für mich wichtig», sagt Richard Juchler, Inhaber der Firma Ackermannkarten …

Weiterlesen
 
15. Mai 2018

Gabriel übt sich in Geduld

Der quirlige Gabriel darf nicht mehr im SOS-Kinderdorf Pachacamac in Peru herumrennen.

Weiterlesen