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Weibliche Genitalverstümmelung

Schätzungen zufolge gibt es weltweit rund 200 Millionen Mädchen und Frauen, die beschnitten wurden. Trotz neuer Gesetze, die auch in praktizierenden Ländern gelten, werden immer noch Mädchen vor ihrem 15. Lebensjahr beschnitten.

Was ist weibliche Genitalverstümmelung?

Die weibliche Genitalverstümmelung (englisch: Female Genital Mutilation, FGM) setzt Mädchen und Frauen grundlos extremen körperlichen und psychischen Schmerzen aus. Der Eingriff wird in der Regel an jungen Mädchen durchgeführt.

In einigen Kulturen werden Mädchen direkt nach der Geburt beschnitten, in anderen erst in der Pubertät.

Die meisten Beschneidungen finden immer noch ohne ärztliche Aufsicht zu Hause mit Klinge oder Rasiermesser statt

Mädchen, Frauen und Männer nennen “Soziale Akzeptanz” als Hauptgrund für die Notwendigkeit einer Beschneidung

Wo wird die Genitalbeschneidung praktiziert?

Weibliche Genitalverstümmelung

FGM wird hauptsächlich in Afrika, Asien und dem Mittleren Osten praktiziert, ist aber auch in Europa verbreitet. In einigen Gebieten wird trotz internationaler Bemühungen noch ein Grossteil der Frauen genitalverstümmelt. Länder mit der höchsten FGM-Rate (Quelle Unicef):

Somalia (98 %), Guinea (96 %), Djibouti (93 %), Ägypten (91 %), Eritrea und Mali (89 %), Sudan und Sierra Leone (88 %)

Die schlimmen Folgen für Mädchen und Frauen

FGM hat für die beschnittenen Mädchen sowohl körperliche, als auch seelische Folgen – und zwar ein Leben lang. Da der Eingriff in der Regel ohne Betäubung und mit nicht sterilisiertem Schneidewerkzeug wie Messer, Glasscherbe oder Rasierklinge durchgeführt wird, ist die Gefahr einer Infektion gross.

Ausserdem müssen die Mädchen unmenschliche Schmerzen während der Prozedur ertragen und die Wunden bluten stark. Viele fallen währenddessen in Ohnmacht oder stehen unter einem schweren Schock. Manche sterben danach – zum Beispiel, weil sie verbluten.

 

Weitere Folgen:

  • Übertragung von Krankheiten wie HIV/AIDS durch die Verwendung unsauberer Instrumente
  • Depressionen, Traumata, Angstzustände
  • Blutvergiftung, Tetanus
  • Geburtskomplikationen

200 Millionen Mädchen und Frauen sind weltweit von der weiblichen Genitalverstümmelung betroffen. (Quelle: Unicef)

Allein in der Schweiz sind 15’000 Mädchen und Frauen von der Genitalverstümmelung betroffen (Quelle: Inselspital Bern)

10 Jahre ist das Durchschnittsalter der Mädchen bei der Beschneidung (Quelle: womanstats.org)

alle 10 Sekunden wird irgendwo ein Mädchen beschnitten (Quelle: Unicef)

Prof. Dr. med. Annette Kuhn, Gynäkologie Inselspital Bern:

«Genitalbeschneidung wird oft tabuisiert. Dennoch gehört das Thema auf den Tisch, weil die körperlichen Einschränkungen und die daraus resultierenden seelischen Probleme nicht totzuschweigen sind.»

 

Sofortspende

Ihre Spende kommt an.

80%

Programme

Im Durchschnitt kommen mindestens 80% Ihrer Spende direkt den bedürftigen Kindern in weltweiten Projekten zugute.

8%

Administration

Lediglich 8% eines gespendeten Frankens verwenden wir für administrative Aufgaben wie z.B. Löhne und Sozialabgaben.

12%

Mittelbeschaffung

12% verwenden wir, um weitere Zuwendungen zu beschaffen, damit wir noch mehr Kinder erreichen und unterstützen können.

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Ich habe mich entschieden, SOS-Kinderdorf zu unterstützen, weil meine eigene Kindheit in intakten Familienstrukturen stattgefunden hat. SOS-Kinderdorf bietet Kindern genau das, sei es in Familienstärkungsprogrammen oder im Kinderdorf. Sie dürfen eine glückliche Kindheit erleben, mit viel Familiensinn und mit viel Struktur. Das ermöglicht ihnen eine glückliche Zukunft und einen glücklichen Start in ihr Leben.

Maria Walliser, ehemalige Skirennfahrerin und Botschafterin SOS-Kinderdorf

Unterstützung durch SOS-Kinderdorf

SOS-Kinderdorf setzt sich seit vielen Jahren für die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen ein und damit auch gegen die Tradition der Beschneidung. In Ländern, in denen FGM praktiziert wird, zum Beispiel in Kenia, Gambia, Guinea und im Sudan, unterstützen wir Frauen durch Aufklärungskampagnen, die wir für die Gemeinden organisieren.

Wir weisen auf die lebenslangen Risiken hin, auf die Gesetzeslage, auf die Kinderrechte, das Recht auf die Unversehrtheit des Körpers. In Kenia und Gambia werden neben Aufklärungskampagnen gemeinsam mit Partner-Organisationen und den Gemeinden alternative Rituale gefördert.

UN-Kinderrechts-Konventionen

Die UN-Kinderrechts-Konventionen stellt klar: Kinder haben das Recht, in einer Welt aufzuwachsen, in der sie Hoffnung auf Geschlechter-Gleichstellung (Artikel 29) sowie auf “Gesundheit, Würde und Selbstachtung” (Artikel 39) haben. Darüber hinaus ruft auch die UN-Generalversammlung in ihren Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs 2030) zu einer Eliminierung von FGM auf.

Wir sind überzeugt: Starke und gebildete Frauen sind in der Lage die Gesellschaft zu verändern, sie können nicht nur ihre Töchter von dieser Tradition bewahren sondern auch ihre Männer und Söhne davon überzeugen, sich öffentlich gegen die Beschneidung stark zu machen.

Mit unseren Familienstärkungsprogrammen in ganz Afrika unterstützen und stärken wir Mädchen und Frauen und deren Familien.

Helfen Sie uns dabei

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu SOS-Kinderdorf.

Warum soll ich SOS-Kinderdorf mit einer Spende unterstützen und nicht ein anderes Kinderhilfswerk?  
  1. Im Vergleich zu vielen anderen Kinderhilfswerken bietet SOS-Kinderdorf aus folgenden Gründen bewusst keine klassischen Kinderpatenschaften an, sondern Kinderdorfpatenschaften:
    • Einzelkinder-Patenschaften grenzen andere Kinder aus und führen zu Spannungen in der Gemeinschaft.
    • Das Wohl der Kinder und der Schutz ihrer Privatsphäre stehen an oberster Stelle.
    • Das Umfeld und eine intakte Familie entscheiden über Wohl und Chancen für die Zukunft von Kindern. Wir sind davon überzeugt, nur langfristige Erfolge zu erzielen, wenn das gesamte Umfeld gestärkt wird.
  2. SOS-Kinderdorf hilft auch da, wo andere Hilfswerke nicht mehr arbeiten. So ist SOS-Kinderdorf eines der wenigen Kinderhilfswerke, die beispielsweise Projekte in krisengeprägten Regionen wie dem Südsudan oder der Zentralafrikanischen Republik unterstützt.
  3. Im Gegensatz zu vielen anderen Non-Profit-Organisation beschäftigt SOS-Kinderdorf vorwiegend lokale Mitarbeiter, die sich mit den kulturellen Gegebenheiten auskennen und sich im Kontext befinden. Das erleichtert die Arbeit und fördert die jeweilige Wirtschaft.
  4. SOS-Kinderdorf verpflichtet sich zu langfristiger und nachhaltiger Hilfe und befähigt Menschen zur Selbsthilfe. Kinder werden so lange begleitet, bis sie ihre Zukunft selbst gestalten können und ein aktiver Teil der Gesellschaft werden.
Welche Projekte und Programme werden mit meiner Spende unterstützt?  

SOS-Kinderdorf Schweiz setzt den Fokus aktuell auf Familienprogramme in den folgenden sechs Ländern: Äthiopien, Lesotho, Nepal, Niger, Nicaragua, Zentralafrikanische Republik. Darüber hinaus agiert SOS-Kinderdorf weltweit.

 

Bei einer zweckgebundenen Spende entscheiden Sie, wo die Spende eingesetzt werden soll. Geben sie zum Beispiel an, dass die komplette Spende nach Lesotho gehen soll, dann stellen wir sicher, dass Ihre Spende vollumfänglich dort eingesetzt wird.

 

Bei einer zweckfreien Spende hingegen überlassen Sie uns die Entscheidung. SOS-Kinderdorf Schweiz beurteilt dann, in welchen Ländern die Not am grössten ist oder welche Projekte akut finanzielle Unterstützung brauchen. So konnten wir zum Beispiel dank grosszügigen, zweckfreien Spenden über eine Million Nothilfemassnahmen in Syrien umsetzen.

Wie stellt SOS-Kinderdorf sicher, dass mein gespendetes Geld am richtigen Ort ankommt?  

SOS-Kinderdorf Schweiz verpflichtet sich zum transparenten, wirksamen und effizienten Einsatz Ihrer Spende. Dazu finden jährlich Audits durch mehrere externe Partner statt, die den Einsatz der Spendengelder auf Ihre Effizienz prüfen und eine Beurteilung abgeben.

 

SOS-Kinderdorf Schweiz ist Zewo-zertifiziert, ein Qualitätsgütesiegel für die Non-Profit-Branche mit strengen Richtlinien, deren Einhaltung zwingend erforderlich sind. Diese garantieren:

  • den zweckbestimmten, wirtschaftlichen und wirksamen Einsatz Ihrer Spende
  • transparente Information und aussagekräftige Rechnungslegung
  • unabhängige und zweckmässige Kontrollstrukturen
  • aufrichtige Kommunikation und faire Mittelbeschaffung

 

Regelmässige Berichterstattungen durch unabhängige Medien untermauern die seriöse Arbeit von SOS-Kinderdorf. So weist zum Beispiel das Konsumentenmagazin «Beobachter» in einem Artikel (Stand: August 2017) auf die Seriösität von SOS-Kinderdorf Schweiz hin.

Wie kann ich sichergehen, dass meine Spende nicht für Verwaltungskosten verwendet wird?  

Optimierte Prozesse wie auch schlanke und wenig bürokratische Strukturen erlauben es, dass die Verwaltungskosten bei SOS-Kinderdorf Schweiz tief gehalten werden können. Im Durchschnitt kommen 80% Ihrer Spende direkt den bedürftigen Kindern in unseren weltweiten Projekten zugute. 20% verwenden wir, um weitere Zuwendungen zu beschaffen, damit wir noch mehr Kinder erreichen (12%) und für administrative Aufgaben (8%). Das entspricht den Vorgaben des Zewo-Gütesiegels.

 

Mit diesem Vorgehen stellt SOS-Kinderdorf Schweiz sicher, dass langfristig die Verwaltungskosten auf einem tiefen Niveau gehalten werden.

 

Die Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz verfolgt in ihrer Arbeit einen systematischen Ansatz. Sie ist dadurch in der Lage, jederzeit über ihre Zwecke und Zielerreichung Nachweis zu erbringen, offen und transparent zu kommunizieren, die Qualität zu sichern und Prozesse zu optimieren.

Ich möchte spenden, aber einen anderen Betrag als im Spendenformular vorgegeben. Ist das möglich?  

Ja, das ist möglich. Im Spendenformular ist dafür ein Formularfeld namens ‘Betrag eingeben’ vorhanden. Geben Sie in dieses Feld den gewünschten Spendenbetrag an und füllen Sie das Formular vollständig aus. Sie können sich bei einer Spende zwischen einer Dauerspende oder einer Einmalspende entscheiden, wobei Erstere jederzeit kündbar ist.

Nimmt SOS-Kinderdorf auch Sachspenden wie Kleider oder Spielzeug an?  

SOS-Kinderdorf nimmt leider keine Sachspenden an. Dies hat folgende Gründe:

  1. Logistische Herausforderungen: Unsere Projekte sind auf der ganzen Welt verteilt, meistens an Standorten die schwer zu erreichen sind.
  2. Regulatorische Herausforderungen: Je nach Gegebenheiten und regulatorischem Umfeld eines Landes ist es nicht erlaubt, Sachspenden aus der Schweiz zu importieren.
  3. Kostentechnische Herausforderungen: Auch wenn Sachspenden von SOS-Kinderdorf in das jeweilige Projektland importiert werden können / dürfen, stellen Kosten wie Zoll, Fracht / Transport oder Steuern eine grosse Hürde dar. Sachspenden sind daher aus Kostensicht ineffizient und meistens teuer.
  4. Arbeitsplätze im Projektland: Mit dem Import von Sachspenden stellt SOS-Kinderdorf eine direkte Konkurrenz für lokale, meist kleine Händler dar, deren Existenz auf den Handel aufgebaut ist. Sachspenden führen deshalb dazu, dass SOS-Kinderdorf lokale Händler direkt konkurrenziert.

Wir sind für Sie da.

Wenn Sie weitere Informationen zu den SOS-Patenschaften oder Spenden benötigen, helfen wir Ihnen gerne auch persönlich weiter.

Telefon: 031 979 60 60
E-Mail: info@sos-kinderdorf.ch

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