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FAQ: Weitere Einrichtungen und Programme

Gibt es neben den SOS-Kinderdörfern auch andere "SOS-Projekte"?  

Herzstück der Arbeit von SOS-Kinderdorf ist die Errichtung und der Betrieb von SOS-Kinderdörfern. Zusätzlich gibt es jedoch auch eine Reihe unterstützender Einrichtungen und Programme (mehr als 1.500). Die Zielgruppen dieser Einrichtungen und Programme sind sowohl Kinder und Jugendliche aus SOS-Kinderdorf-Einrichtungen, als auch aus der Nachbarschaft. Somit wird ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Gemeinde geleistet und eine vorbeugende Maßnahme gesetzt, damit Kinder nicht verlassen werden.

Was ist ein SOS-Nothilfeprogramm?  

SOS-Nothilfeprogramme ermöglichen es uns, in einer von Krieg, Krisen oder Naturkatastrophen betroffenen Region schnelle und unbürokratische Hilfe anbieten zu können. So richtet SOS-Kinderdorf beispielsweise Ausgabestellen für Lebensmittel in jenen Gegenden ein, die von Hunger- und Dürrekatastrophen betroffen sind. Dies sichert in vielen Fällen die Grundernährung von Kindern und deren Familien bis zur Wiederherstellung der Infrastruktur des Landes. Nach Naturkatastrophen hilft SOS-Kinderdorf mitunter durch die Errichtung von Notunterkünften oder auch durch die Bereitstellung von Baumaterial für den Wiederaufbau. SOS-Nothilfeprogramme sind eigentlich nur als vorübergehende Maßnahme gedacht, jedoch kommt es oft vor, dass daraus Einrichtungen entstehen, die den betroffenen Gemeinden Langzeithilfe anbieten.

Warum spielt SOS-Kinderdorf keine größere Rolle in der Nothilfe?  

SOS-Kinderdorf International, der Dachverband aller SOS-Kinderdorfvereine, wurde gegründet um in Not geratenen Kindern langfristige Hilfe anzubieten und ist als solche nicht als Nothilfeorganisation zu verstehen. SOS-Kinderdorf bietet Kindern, die ihre Eltern verloren haben oder aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihrer leiblichen Familie leben können, ein neues, langfristiges zu Hause in einer familienähnlichen Umgebung. Zusätzlich zu den SOS-Kinderdörfern betreibt die Organisation andere Langzeiteinrichtungen, sowie SOS-Kindergärten, SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, SOS-medizinische Zentren und SOS-Sozialzentren, die sowohl zur Betreuung der ortsansässigen Bevölkerung, als auch für die SOS-Kinder und SOS-Jungendlichen zur Verfügung stehen.

In durch Krieg oder Naturkatastrophen hervorgerufenen Krisensituationen ist SOS-Kinderdorf durch das Netzwerk seiner Einrichtungen in der Lage, den Opfern schnell zu helfen, entweder durch unsere eigenen SOS-Nothilfeprogramme oder auch in Zusammenarbeit mit dem Staat, der UNO oder anderen NGOs . Jedoch nimmt die Nothilfe im Rahmen der Arbeit von SOS-Kinderdorf einen geringeren Stellenwert ein. Im Vergleich zu anderen NGOs vor Ort decken unsere SOS-Nothilfeprogramme einen weit kleineren Bereich ab.

Wie reagiert SOS-Kinderdorf auf die AIDS-Problematik?  

Unsere Programme für AIDS-infizierte und AIDS-kranke Menschen konzentrieren sich auf die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung der Krankheit, sowie auf die Unterstützung von Familien, denen ältere Kinder oder Großeltern vorstehen, da die Eltern AIDS zum Opfer gefallen sind. Es ist unerlässlich, unsere Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter über die Vermeidung einer AIDS-Ansteckung aufzuklären. Erkranken in einem SOS-Kinderdorf untergebrachte Kinder an AIDS, versuchen wir, diese Kinder möglichst lange im SOS-Kinderdorf selbst zu betreuen, sofern die nötige medizinische Versorgung gewährleistet ist.

Gibt es eigene AIDS-Programme von SOS-Kinderdorf?  

Die SOS-medizinischen Zentren spielen eine entscheidende Rolle bei AIDS-Aufklärungsprogrammen, bei AIDS-Tests, bei Beratung und als Treffpunkt für Menschen mit AIDS. SOS-Kindergärten und SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen bieten Stipendien für Kinder aus von AIDS betroffener Familie. Das Thema AIDS ist Bestandteil des Lehrplans und spezielle Unterrichtsmaterialien wurden entwickelt.

Unsere Gemeinschafts-Hilfsprogramme für von AIDS betroffene Personen konzentrieren sich auf die Unterstützung und Hilfe für Familien, denen Kinder oder Großeltern vorstehen: materielle Unterstützung, Ausbildung, Kontakte zu Sozialeinrichtungen, AIDS-Aufklärungskampagnen, Beratung und Aktivitäten zu Schaffung eigenen Einkommens.