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FAQ: Weitere Einrichtungen und Programme

Gibt es neben den SOS-Kinderdörfern auch andere "SOS-Projekte"?  

Neben der Errichtung und dem Betrieb von SOS-Kinderdörfern bildet die Familienstärkungsprogramme das Herzstück der Arbeit von SOS-Kinderdorf. Diese richten sich sowohl an Kinderaus SOS-Kinderdorf-Einrichtungen als auch an Familien aus der Nachbarschaft. Somit wird ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Gemeinde geleistet und eine vorbeugende Massnahme gesetzt, damit Kinder nicht verlassen werden. 

Was ist ein SOS-Nothilfeprogramm?  

SOS-Nothilfeprogramme ermöglichen es uns, in einer von Krieg, Krisen oder Naturkatastrophen betroffenen Region schnelle und unbürokratische Hilfe anbieten zu können. So richtet SOS-Kinderdorf beispielsweise Ausgabestellen für Lebensmittel in jenen Gegenden ein, die von Hunger- und Dürrekatastrophen betroffen sind. Dies sichert in vielen Fällen die Grundernährung von Kindern und deren Familien bis zur Wiederherstellung der Infrastruktur des Landes. Nach Naturkatastrophen hilft SOS-Kinderdorf mitunter durch die Errichtung von Notunterkünften oder auch durch die Bereitstellung von Baumaterial für den Wiederaufbau. SOS-Nothilfeprogramme sind eigentlich nur als vorübergehende Massnahme gedacht, jedoch kommt es oft vor, dass daraus Einrichtungen entstehen, die den betroffenen Gemeinden Langzeithilfe anbieten. 

Warum spielt SOS-Kinderdorf keine grössere Rolle in der Nothilfe?  

SOS-Kinderdorf International, der Dachverband aller SOS-Kinderdorf-Organisationen, wurde gegründet, um in Not geratenen Kindern langfristige Hilfe anzubieten und ist als solcher nicht als Nothilfeorganisation zu verstehen. SOS-Kinderdorf bietet Kindern, die ihre Eltern verloren haben oder aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihrer leiblichen Familie leben können, ein neues, langfristiges zu Hause in einer familienähnlichen Umgebung. Zusätzlich zu den SOS-Kinderdörfern betreibt die Organisation andere Langzeiteinrichtungen, sowie SOS-Kindergärten, SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, SOS-medizinische Zentren und SOS-Sozialzentren, die sowohl zur Betreuung der ortsansässigen Bevölkerung als auch für die SOS-Kinder und SOS-Jugendlichen zur Verfügung stehen. 

In durch Krieg oder Naturkatastrophen hervorgerufenen Krisensituationen ist SOS-Kinderdorf durch das Netzwerk seiner Einrichtungen in der Lage, den Opfern schnell zu helfen, entweder durch unsere eigenen SOS-Nothilfeprogramme oder auch in Zusammenarbeit mit dem Staat, der UNO oder anderen NGOs. Jedoch nimmt die Nothilfe im Rahmen der Arbeit von SOS-Kinderdorf einen geringeren Stellenwert ein.