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17.01.2019 Aktuelles Alle Kinderrechte Weitere Länder Kindersoldaten im Jemen: Kanonenfutter für die Front

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Saudi-Arabien setzt sudanesische Kinder ein

Die saudi-arabische Armee setzt Jungen und Mädchen aus dem Sudan im Jemen als Kindersoldaten ein. „Sie werden als Soldaten an die Front in ein fremdes Land geschickt, viele sind bereits gestorben“, sagt Abdelrahman Mubarak, SOS-Leiter im Sudan.

Die Kinder werden erst von der sudanesischen paramilitärischen Gruppe RSF (Rapid Sudanese Forces) im Auftrag der Regierung rekrutiert und dann von Saudi-Arabien im Bürgerkrieg im Jemen eingesetzt. „Die Familien der Kinder kommen alle aus der Darfur-Region und leben in bitterer Armut, da sind die Eltern leicht zu ködern“, sagt Mubarak. „Ihnen wird viel Geld versprochen, damit sie ihre Kinder als Soldaten verkaufen.“ Etliche Kinder und Jugendliche seien zudem von der der RSF gekidnappt worden und hätten bereits im sudanesischen Bürgerkrieg gekämpft.

Kriegsverbrechen

Im Jemen erwarten die sudanesischen Kinder und Jugendlichen eine grausame Realität. „Es ist kein Geheimnis, dass vor allem die sudanesischen Soldaten an vorderster Front eingesetzt werden“, sagt Mubarak. Von den Kämpfern aus Saudi-Arabien würden sie beschimpft und oft nicht einmal bezahlt.
Seit 2014 starben in dem Bürgerkrieg mehr als 2000 sudanesische Kämpfer, darunter viele Kinder. Damit stürben in dem Konflikt bis zu viermal so viele sudanesische Söldner als Soldaten aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die auch Teil der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition im Jemen sind.

SOS-Kinderdorf erinnert daran, dass das Völkerrecht die Rekrutierung von Kindern in bewaffneten Konflikten strikt verbietet. Die Anwerbung von Kindern ist ein Kriegsverbrechen.
SOS ist seit Mitte der 70er-Jahre im Sudan aktiv und unterstützt Kinder und Familien in Not immer wieder unter schwierigsten Bedingungen.

 

 

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