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12.11.2019 Aktuelles Alle SOS-Kinderdorf Schweiz Weitere Länder Gemeinsam für Kinder in Not

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SOS-Kinderdorf, Microsoft Schweiz und INNOArchitects revolutionieren die Zukunft des Spendens

Hilfsorganisationen stehen im Zeitalter der Digitalisierung grossen Herausforderungen gegenüber. Damit auch in Zukunft Kinder in Not nachhaltig geholfen werden kann, sind innovative Ideen und Prozesse gefragtSOS-Kinderdorf Schweiz, Microsoft Schweiz und INNOArchitects begaben sich auf eine dreitägige Ideenreise, um die Zukunft des Spendens zu revolutionieren.  

20 Social Volunteers von Microsoft Schweiz und INNOArchitects sowie SOS-Kinderdorf Mitarbeiter haben mit Herzblut rund 500 Ideen zum Thema «die Zukunft des Spendens» entwickelt. Die vielversprechendsten wurden anschliessenden mit Stadtbernerinnen und Stadtbernern getestet. Dabei lernten die Teams die Beweggründe und das Spendenverhalten der Menschen kennen, die Gutes tun wollen, aber auch was sie am spenden nervt.   

Am dritten Tag pitchten die sechs Innovationsteams sechs konkrete Ideen zur Zukunft des Spendens vor wichtigen Netzwerkpartnern, Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Stiftungsrates von SOS-Kinderdorf Schweiz. Die Jury wählte zwei Ideen aus, welche Mitte Dezember in einem BoostCamp in eine konkrete Umsetzungsphase überführt werden.  

 «Hervorragend, wie viele innovative, kreative und auch umsetzbare Ideen und Lösungsansätze in diesen drei Workshoptagen gemeinsam erarbeitet wurden», kommentiert Doris Albisser, Stiftungsratspräsidentin von SOS-Kinderdorf Schweiz, die Präsentationen. Als erfahrene Unternehmerin, ist sie von der interdisziplinären Zusammenarbeit begeistert: «Mit Microsoft, INNOArchitects und SOS-Kinderdorf Schweiz scheint hier ein Dream-Team am Ball zu sein. Herzlichen Dank allen Beteiligten für ihr Engagement. Gemeinsam gehen wir in die nächste Runde.»  

 

Workshop mit Inno_Architects

Microsoft, INNOArchitects & SOS-Kinderdorf  Schweiz sammeln kreative Ideen.

Stefan Fischer, Digital Innovation Advisor Microsoft Schweiz, Alain Kappeler, CEO SOS-Kinderdorf Schweiz, und Hannes Burkhalter, Senior Partner INNOArchitects, geben einen Einblick in die dreitägige Innovationsreise und erzählen, was soziale Innovation für sie bedeutet.  

Was bedeutet für euch soziale Innovation? 

Alain: Soziale Innovation verbinde ich immer mit Menschen. Der Mensch und das gesellschaftliche Thema stehen im Vordergrund und im Endeffekt immer auch der Austausch. 

Stefan: Soziale Innovation ist für mich Innovation für das Gute, sprich innovative Techniken anzuwenden, um die Menschheit weiterzubringen und nicht unbedingt, um ein Produkt rein wirtschaftlich zum Erfolg zu bringen. 

Hannes: Innovationen sollen das Leben besser machen und nachhaltige Werte schaffen: Was wäre da besser geeignet als soziale Projekte, die sich direkt für Menschen engagieren? 

Worin seht ihr die Chance, das Thema «Zukunft des Spendens» gemeinsam anzugehen? 

Alain: Für mich ist es ganz klar eine Win-win-win-Situation. Durch die Partnerschaft mit INNOArchitects und Microsoft erhalten wir eine spannende Aussensicht auf unsere Arbeit und unsere Herausforderungen. Mit Microsoft haben wir einen Top-Technologiepartner an Bord, mit dem wir die Zukunft des Spendens revolutionieren können. Andererseits ist die methodische Begleitung durch INNOArchitects ein riesiger Gewinn. So können wir unsere Projekte mit innovativen Methoden, die wir so noch nicht gekannt haben, effizient angehen. Ein schöner Nebeneffekt ist zudem, dass wir unser Netzwerk stärken und vergrössern und von einem spannenden Austausch profitieren. Diese Form der Kooperation ist einfach genial. Wir sind am ersten Tag mit drei Parteien gestartet, die sich nicht gekannt haben, und sind in nur drei Tagen Freunde geworden. Der Spirit und die Energie waren wirklich erstaunlich! 

Stefan: Für uns ist es super, unseren Horizont zu erweitern und uns mit sozialen Themen auseinanderzusetzen. Zudem macht es viel Spass, auch methodisch Neues von den Coaches von INNOArchitects zu lernen und uns mit anderen Innovationstreibern auszutauschen. Die schnellen Feedbackloops und die coolen Warm-ups der INNOArchitects waren beispielsweise sehr inspirierend. Auch der Ansatz, das Committment des Stiftungsrats für zwei Projekte, die konkret umgesetzt werden sollen, gleich am Ende des Workshops und nicht erst Tage später abzuholen, war für mich neu und positiv überraschend. 

Hannes: Nicht nur beim Erkennen und strategischen Entdecken von neuen Chancen sind solche Synergien sehr wichtig, auch für die entscheidende Umsetzungsphase vereinen wir hier zu dritt technologisches Know-how, Marktkenntnisse und ein vertieftes Verständnis der potenziellen Spender. Daher partnern wir seit Kurzem nicht nur opportunistisch, sondern strategisch mit Microsoft. Wir wollen nachhaltige Ökosysteme aufbauen, gerade auch im sozialen Bereich. 

 Was war ein Highlight eurer dreitägigen Ideenreise? 

Alain: Für mich war es das erste Mal, dass ich direkt auf der Strasse potenzielle Spender ansprach und mit ihnen über ihre Wünsche und unsere Lösungsansätze diskutierte. Es braucht ein wenig Mut, mit den generierten Ideen direkt rauszugehen und einen Spiegel vorgesetzt zu kriegen, aber es lohnt sich.  

Stefan: Für mich war es ein Highlight, dass man nach kurzer Zeit nicht mehr merkte, dass hier drei ganz unterschiedliche Firmen am Werk sind. Alle zogen sofort am gleichen Strang. Auch das Lernen von INNOArchitects war super. Es war sehr bereichernd, mit den Coaches von INNOArchitects während des Workshops, aber auch während der Vorbereitung zusammenzuarbeiten und sich über die verschiedenen Innovationstechniken and Vorgehensweisen auszutauschen.