To the top button

19.07.2021 Aktuelles Alle SOS-Tipps: Kinder und Social Media

  • Kategorien
  • Region

Wir bieten interessierten und überforderten Eltern nützliche Tipps, einen gesunden Umgang mit Social Media an Kinder und Jugendliche zu vermitteln.

Instagram, Snapchat, TikTok, WhatsApp – die Möglichkeiten in den sozialen Medien sind vielfältig und sind eine feste Grösse im Alltag der meisten Kinder und Jugendlichen. Mit allen verbundenen Vor- und Nachteilen, die soziale Medien mit sich bringen. Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich dies noch verstärkt. In den Phasen des intensiven Lockdowns und Home Schoolings boten Social Media-Plattformen und Messenger Dienste Kindern und Jugendlichen oft die einzige Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen auszutauschen und den Kontakt zum Freundeskreis aufrechtzuerhalten. Trotzdem und gerade deswegen stellt sich für viele Eltern die Frage: Ab wann ist mein Kind reif für die sozialen Medien und wie kann ich Kindern beratend und unterstützend zur Seite stehen? Wir geben Tipps und Anregungen rund um den Umgang mit Social Media.

Mein Kind in sozialen Netzwerken – kann ich das erlauben?

In den Nutzungsbedingungen der Anbieter sind Altersbeschränkungen für Nutzer festgelegt. So dürfen Instagram, Snapchat und TikTok beispielsweise ab 13 Jahren genutzt werden, WhatsApp erst ab 16 Jahren. Diese Richtlinien bieten einen guten Hinweis darauf, welche Plattform für welche Altersgruppe geeignet ist. Seiten wie Klicksafe liefern viele weitere nützliche Hinweise und Adressen zu altersgerechten Apps, Angeboten und Schutzmechanismen.

Was muss ich beachten, wenn ich meinem Kind Social Media erlaube?

Grundsätzlich gilt: Eltern sollten ein Vorbild für ihre Kinder sein. Das heisst: Nicht selbst stundenlang posten und liken was das Zeug hält. Und das absolute No-go vermeiden: Fotos und Informationen ihrer Kinder online zu veröffentlichen, ohne deren Einverständnis zu einholen. So schaffen Sie automatisch ein Bewusstsein dafür, dass Datenschutz und Mitspracherecht online genauso relevant sind wie sonst auch.

Mit der richtigen Vorbereitung bewegen sich Kinder auf Social Media-Kanälen sicherer und verantwortungsvoller.

Mit der richtigen Vorbereitung bewegen sich Kinder auf Social Media-Kanälen sicherer und verantwortungsvoller.

1. Reden statt Verbieten

Wenn das Kind alt genug für die Nutzung der jeweiligen Plattformen ist, dann sollten Eltern dennoch als Berater zur Seite stehen. „Reden statt Verbieten“ lautete die Devise. Eltern sollten versuchen, einen offenen Umgang mit ihren Kindern beim Thema soziale Medien zu initiieren. Wenn das Kind von Inhalten oder Erlebnissen verunsichert ist, sollten die Eltern beratend zur Seite stehen.

2. Social Media-Accounts gemeinsam einrichten

Eltern können zum Beispiel zusammen mit dem Kind einen Account erstellen und sollten auf jeden Fall die Sicherheitseinstellungen zusammen vornehmen. Kinder sollten wissen, was sich hinter den einzelnen Punkten verbirgt, damit sie einschätzen können, welche Auswirkungen ein Ändern dieser Einstellungen hat. Standortzugriffe sollten Kinder stets verweigern.

3. Fotos in sozialen Medien

Ausserdem sollten Kinder wissen, dass sie die Einwilligungserklärung der Personen auf den Bilder haben sollten, wenn sie diese online stellen. Darüber hinaus sollten sie Kinder auch über die Veröffentlichung eigener Fotos aufklären. Machen Sie sie aufmerksam auf die Möglichkeit, dass Fotos nur für enge Freunde sichtbar sind.

4. Vereinbaren Sie einen Mediennutzungsvertrag

Auch wenn es nicht altersgerecht klingt: Der Abschluss eines Mediennutzungsvertrag zwischen Eltern und Kind ist ein so probates wie spielerisches Mittel, um den Umgang mit Social Media und digitalen Medien allgemein zu regeln. Neben der Gestaltung können Sie die teilnehmenden Parteien, spezifische Abmachungen je Medium und weitere Regeln definieren. Nebenbei lassen Sie Ihre Kinder partizipieren und bringen ihnen verantwortungsvolles Handeln näher.

5. Wie erkennt mein Kind Fake-News und Fake-Freunde?

Beim ersten Punkt ist der Rat so klar wie einfach: Sie sollten grundsätzlich nur Freundschaftsanfragen von Menschen annehmen, die sie auch in der „realen Welt“ kennen und bereits getroffen haben. Bei Fake News, die auf Social Media ungefiltert verbreitet werden, wird es schon etwas schwieriger. Sobald Kinder sich für Nachrichten interessieren, ist es wichtig, sie für das Thema Fake News zu sensibilisieren. Die goldene Regel: Traue nur einer Nachricht, wenn sie aus mindestens drei verschiedenen Quellen stammt. Diese Voraussetzung ist zugleich auch für ihr späteres Leben hilfreich, zum Beispiel für die Recherche von Projekten und Referaten in der Schule.

In vielen unserer Projektländer fehlt es Kindern und Jugendlichen nicht nur an Medienkompetenz, sondern bereits am Zugang zu Computern und dem Internet. Und damit mangelt es ihnen an Voraussetzungen, die auf dem heutigen Arbeitsmarkt entscheidend sind. Spenden Sie in unserem Spendenshop eine Computerschule, um einen Beitrag zur Lösung dieses Problems zu leisten.

Inhaltsverantwortliche:

David Becker

Wenn ich Content in Wort und Bild erarbeite, begeistert mich das grosse Ganze und berühren mich die feinen Details.

Zur Person
zurück