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09.07.2024 Aktuelles Alle Schweiz «Vertraute Menschen, Geborgenheit und Gesundheit»

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Wir haben mit Michèle und Manu Burkart darüber gesprochen, was sie unter einem guten Leben und Lebensqualität für sie und ihre Kinder verstehen.

Was bedeutet Lebensqualität für euch?

In einer Gesellschaft zu leben, in der Meinungsfreiheit, Toleranz und Umsichtigkeit gelebt wird.

War das schon immer so oder hat sich die persönliche Definition von Lebensqualität mit dem Älterwerden verändert?

Natürlich ist die Formulierung oben eine gereifte Definition. In den jetzigen Zeiten werden einem aber genau diese Begriffe wohl bewusster denn je. Es ist alles andere als selbstverständlich, in «Frieden» leben zu können. Ob man Kinder grosszieht oder nicht ist bestimmt auch relevant. Aber ob jung oder alt, mit Kind oder ohne Kind, Liberalität, Freiheit, Liebe und Gesundheit beeinflussen jegliche Lebensqualität positiv oder negativ.

Was gehört für euch zu einem guten Leben?

Vertraute Menschen, Geborgenheit und Gesundheit.

Inwiefern spielt Nachhaltigkeit in eurem Alltag eine Rolle?

Wir sind unseren ökologischen Fussabdruck fortlaufend am Verkleinern. Aber es gibt noch einige Luft nach oben. Will der Mensch fürs Klima etwas bewirken, muss er Verzicht lernen. Verzicht auf täglichen Fleischkonsum, Produkte aus schädlicher Herstellung, Flugreisen, um nur ein paar Dinge zu nennen. Darin tut er sich schwer. Wir uns auch.

Aus eurer Sicht, welche Bedeutung haben Gemeinschaft und soziales Engagement für die Lebensqualität?

Eine immense Bedeutung. Sich nicht allein zu fühlen, sich austauschen zu können und gehört zu werden sind wesentliche Faktoren für Lebensqualität.

Wie engagiert ihr euch in eurem Alltag für die Gemeinschaft?

Wir pflegen viele soziale Kontakte, enge Freundschaften, aber auch viele kollegiale, wo der soziale Gedanken im Zentrum steht. Menschen einbeziehen, nachfragen, wie es ihnen geht, Interesse zeigen und Kontakte pflegen.

Wie erzieht ihr eure Kinder zu sozial engagierten Menschen?

Da gibt’s in unseren Augen nur eins. Es selbst vorleben. Das ist mit Abstand die effizienteste Art und Weise, zu «erziehen». Kinder «erziehen» geht eigentlich gar nicht. Aber wir können vorleben und Vorbild sein.  Selbstverständlich können wir unseren Kindern Dinge beibringen und ihnen nötige Grenzen setzen, aber das Allesentscheidende ist – und das scheinen wir oft zu vergessen –, was wir den ganzen Tag machen. Kinder nehmen alles, was wir Erwachsenen machen, wahr und ahmen es nach. Wollen wir sie zu wertvollen Menschen heranwachsen lassen, müssen wir Werte vorleben.

Wenn ihr an die Zukunft denkt: Was stimmt euch optimistisch, was pessimistisch was die Lebensqualität zukünftiger Generationen angeht?

Diese Frage ist ziemlich einfach zu beantworten. Die globale Erwärmung und der Frieden stimmen pessimistisch. Wie viele kranke, korrupte Männer sind in so vielen Ländern in den höchsten Positionen der Regierungen. Das stimmt nachdenklich. Wir versuchen, unseren Kindern auf altersentsprechende Weise eine Neugier für politische und gesellschaftliche Themen nahezubringen. Optimistisch stimmen uns all die guten Menschen, die es auf dieser Welt auch noch gibt. All die schönen Dinge, die oft untergehen im Sumpf der Medienflut von Negativmeldungen. Darum unser Tipp (inspiriert vom Buch «Die Kunst des digitalen Lebens» von Ralf Dobelli), auf jeglichen News-Konsum verzichten und sich via Fachzeitschriften über Dinge des Weltgeschehens informieren. Der Journalismus ist zu einer riesigen Unterhaltungsbranche verkommen, wo undifferenziert und sensationsgeil berichtet wird.

Inhaltsverantwortliche:

David Becker

Wenn ich Content in Wort und Bild erarbeite, begeistert mich das grosse Ganze und berühren mich die feinen Details.

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