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31.01.2020 Aktuelles Alle SOS-Kinderdorf Schweiz Weltweit Unternehmen und Hilfswerke

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Was macht eine nachhaltige Partnerschaft aus? Vier Fragen an Markus Siegfried über die soziale Verantwortung von Unternehmen und Hilfswerken.

Zur Lösung vieler sozialer Probleme ist die Gesellschaft auf die Mithilfe der Privatwirtschaft angewiesen. Der Begriff «Corporate Social Responsibility» (CSR) oder auch unternehmerische Sozialverantwortung beschreibt dabei den freiwilligen Beitrag von Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Unternehmen und Hilfswerke, die sozial engagiert sind, spannen dafür oft mit bekannten Hilfsorganisationen zusammen, die bereits über Erfahrung im gewählten Bereich verfügen. Markus Siegfried kennt sich damit aus, denn er ist für die Unternehmenspartnerschaften von SOS-Kinderdorf Schweiz verantwortlich.

1. Was macht eine nachhaltige Partnerschaft im Sinne von CSR aus?

Eine Partnerschaft, die über ein kurzfristiges Wohltätigkeitsengagement hinausgeht und in die Unternehmensstrategie aufgenommen wird, ist eine echte Partnerschaft, die den Zielen der unternehmerischen Sozialverantwortung gerecht wird. Solch ernst gemeinte und langfristige Partnerschaften sind nicht zu verwechseln mit dem sogenannten Green oder Whitewashing.

2. Was ist mit dem Green- oder Whitewashing gemeint?

Green- oder Whitewashing bezeichnet kurzfristig angelegte Marketingaktionen zugunsten eines Hilfswerks, die jedoch nicht im Unternehmen verankert sind. Dabei macht sich die Firma den guten Ruf eines Hilfswerks zunutze, um den Verkauf anzutreiben, weniger löbliche Aktivitäten zu verdecken oder wiedergutzumachen. Bei «grüngewaschenen» Aktionen ist das soziale Engagement nicht das oberste Ziel, und es handelt sich nicht um eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

3. Ein Beispiel für eine nachhaltige Partnerschaft von SOS-Kinderdorf ist die Aktion «Swisscom Mobile Aid» mit Swisscom. Wie funktioniert diese?

Bei der Aktion «Swisscom Mobile Aid» können Handys an speziell dafür eingerichteten
Sammelstellen in den Swisscom- Shops abgegeben werden. Die alten Mobiltelefone werden einer sozialen Einrichtung in der Schweiz zugeführt, die sie je nach Zustand aufbereiten oder
fachgerecht rezyklieren. Die aufbereiteten Modelle werden verkauft, wobei der Erlös den Projekten von SOS-Kinderdorf zugutekommt. Diese Partnerschaft besteht schon seit sieben Jahren, und die Verbindung von ökologischem und sozialem Engagement ist dabei besonders wertvoll.

4. Welche Vorteile ergeben sich für Unternehmen aus einer Partnerschaft mit SOS-Kinderdorf?

Eine langjährige Partnerschaft, welche von der ganzen Firma und den Mitarbeitenden mitgetragen wird, wirkt positiv gegen aussen wie nach innen. Das Unternehmen unterstreicht damit seine Glaubwürdigkeit gegenüber der Kundschaft und kann sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren.

 

Markus Siegfried, Verantwortlicher Unternehmenspartnerschaften

Markus Siegfried, Verantwortlicher Unternehmenspartnerschaften SOS-Kinderdorf Schweiz