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03.06.2020 Aktuelles Alle SOS-Kinderdorf Schweiz Nachhaltigkeitstipps für den Familienalltag

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Gemeinsam die Welt retten? Mit den SOS-Nachhaltigkeitstipps für den Familienalltag kommen wir diesem Ziel etwas näher.

Wir machen zu viel Müll, fahren zu oft mit dem Auto und kaufen zu viel ein. Dank Greta Thunbergs Fridays4Future-Bewegung denken wir immer öfter über unsere Klimabilanz nach. Wir alle können dazu beitragen, die Umwelt zu schützen. „Wenn jede Familie bei sich selbst beginnt, wird unsere Welt ein ganzes Stück besser“, so Heidemarie Stuck, Pädagogische Leiterin bei SOS-Kinderdorf Kärnten. Eltern aufgepasst, diese acht Tipps bringen Schritt für Schritt mehr Nachhaltigkeit in den Familien-Alltag:

1. Tschüss, Plastiksack & Co.
Wie schafft man es, im oft stressigen Alltag weniger Müll zu produzieren? Zum Beispiel, indem man immer eine Stofftasche dabei hat – und sich so von den Plastiktüten lossagt. Die Stofftaschen können gemeinsam mit den Kindern zu Hause kreativ gestaltet werden. Dann macht das Verwenden gleich noch mehr Spass. Auch sonst lässt sich so manch unnötiges Verpackungsmaterial beim Einkaufen vermeiden: Einige Supermärkte und Kleinhändler verpacken Käse und viele weitere Produkte mittlerweile gerne in mitgebrachten Boxen. Greifen Sie bei Obst und Gemüse zu unverpackten Stücken.

2. Tauschen statt kaufen
Die meisten Kinder haben unglaublich viel Spielzeug. Dabei spielen sie meistens mit den immer gleichen Lieblingssachen. Damit die überflüssigen Spielsachen nicht im Eck verstauben, wäre es doch eine tolle Idee, wenn sich Kinder auf Geburtstagsfeiern gegenseitig Geschenke aus ihrem eigenen Fundus machen. Schlagen Sie Ihrem Kind vor, aus seinen Spielsachen etwas Schönes auszusuchen, mit dem es vielleicht nicht mehr so gerne spielt. Wenn Buch, Puppe oder Bagger noch in gutem Zustand sind, freut sich das Geburtstagskind sicher darüber.

3. Glasflaschen verwenden
Es muss nicht immer ein Softdrink aus der Plastikflasche sein! Glasflaschen lassen sich immer wieder neu befüllen und im Geschirrspüler reinigen. Mittlerweile machen tolle Stofftaschen oder Hüllen Glasflaschen bruchsicher und schützen Kinder vor Splittern. Und vergiss nicht deine Tupper-Box für das Z’Mittag!

4. Aus alt mach neu
Unsere Omas haben uns beigebracht: Alte Gegenstände werden repariert oder umfunktioniert und nicht sofort weggeworfen. Verwandeln Sie zum Beispiel alte Kissenbezüge im Handumdrehen in lustige Geister-Stofftiere und machen Sie aus alten Jeans Federschachteln oder Taschen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

5. Wasser sparen
Besprechen Sie mit dem Nachwuchs, dass sauberes Trinkwasser nicht auf allen Ländern der Welt selbstverständlich ist. Damit sich im Alltag alle an das Wassersparen erinnern, können Sie gemeinsam bunte Sticker basteln und diese in Klo und Bad anbringen. So denken auch die Kleinen daran, die Klospülung nicht länger als nötig zu betätigen oder beim Zähneputzen zwischendurch das Wasser abzudrehen.

Mit einfachen Massnahmen im Alltag können wir zusammen ganz entscheidende Unterschiede bewirken.

Mit einfachen Massnahmen im Alltag können wir zusammen ganz entscheidende Unterschiede bewirken.

6. Auf die Räder, fertig, los!
Fahren Sie mit gutem Beispiel voran und lassen Sie für kurze Wege das Auto stehen. Manchmal ist es sogar einfacher, seine Erledigungen mit dem Rad oder zu Fuss zu machen. Stichwort: Parkplatzsuche. Ein neues Rad muss nicht teuer sein, auf lokalen Velobörsen findet sich stets ein neuer treuer Begleiter. Auch ein Ausflug mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie zum Beispiel Zug oder Bus ist für viele Kinder eine willkommene Abwechslung. Berechnen Sie Ihren CO2-Fussabdruck!

7. Müllsammeln ist ein Kinderspiel
Wenn Sie einen genauen Blick auf unsere Strassen, Wiesen oder Wälder werfen, sticht leider allzu oft Müll ins Auge. In vielen Gemeinden werden mittlerweile Sammel-Nachmittage organisiert, wo Gross und Klein gemeinsam Müll sammeln. Das macht den Kindern spielerisch bewusst, dass man Müll nicht auf den Boden wirft und wie viel Arbeit es ist, die Umwelt davon zu befreien. Auch zu Hause können Sie die Mülltrennung kindgerecht gestalten. Bunte Boxen oder Aufkleber mit Symbolen erleichtern es den Kindern, Müll richtig zu trennen und macht einfach mehr Spass.

8. Ein zweites Leben für deine Kleider
Die Kleinen sind schon wieder aus dem neuen Strampler herausgewachsen, die Suche nach neuer Kleidung ist Programm. Fast-Fashion Geschäfte, die jede Saison eine neue Kollektion auf den Markt bringen, zahlen den Mitarbeitern in den Produktionsländern unfaire Löhne. Zudem arbeiten diese unter gesundheitsschädlichen Bedingungen, damit die tiefen Preise gehalten werden können. Achten Sie auf Labels, die faire Produktion garantieren oder lokal produziert werden. Oder verbringen Sie einen Sonntag auf einem Flohmarkt: Was Ihnen nicht mehr gefällt, passt bestimmt jemand anderem!

Viele kleine Schritte bewirken zusammen eine grosse Veränderung. Mit ein wenig Achtsamkeit im Alltag leben Sie nachhaltiger und umweltbewusster. Und leisten so nebenbei einen Beitrag dazu, dass unsere Erde noch lange in einem Zustand erhalten bleibt, den unsere Kinder verdienen.

Inhaltsverantwortliche:

Nicole Hardegger

Als Praktikantin Kommunikation und Marketing möchte ich Kinder und Jugendlichen mit weniger Chancen befähigen.

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