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03.08.2020 Aktuelles Alle Kinderrechte Projekte & Hilfsprogramme Weltweit Kinder verändern die Welt

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Mal eben die Erde retten? Keine leichte Sache, die viele Kinder umso stärker bei ihrem Einsatz motiviert, die Welt zum Besseren zu verändern.

Engagement in einem Parlament, Kampf gegen die Verschmutzung der Weltmeere, 100 Gärten für die Ernährung armutsbetroffener Menschen und Einsatz für die Bedeutung von Bildung: Wir schreiben hier nicht über Errungenschaften von Politikern, Prominenten und Wissenschaftlern, sondern von Kindern und Jugendlichen. Mit diesem Beitrag möchten deren Leistungen porträtieren, die uns nachhaltig begeistert haben.

Dass ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und jede Menge Mut keine Frage des Alters sind, beweist etwa Malala Yousafzai, die durch ihr humanitäres Engagement mit siebzehn Jahren als bis dahin jüngste Nobelpreisträgerin in die Geschichte einging. Sie wurde mit 15 Jahren auf dem Schulweg von den Taliban angeschossen, liess sich von dieser schrecklichen Erfahrung aber nicht unterkriegen. Vielmehr machte sie aus der Not eine Tugend und setzt sich seitdem für die Bildung von Mädchen und Frauen ein.

Wie aus einem grossen Salat eine grosse Sache entsteht

Ganz anders, aber ebenso inspirierend ist die Geschichte von Katie Stagliano aus den USA. Mit neun Jahren traute sie kaum ihren Augen: Im Garten ihrer Familie reifte ein 20 Kilogramm schwerer Salatkopf heran. Ihre Idee, damit Obdachlosen eine Mahlzeit zu ermöglichen, setzte sie umgehend in die Tat um. Insgesamt 275 Begünstigte konnten sich den Salat mit weiteren Beilagen in einer Suppenküche schmecken lassen. Aus der vorbildlichen Idee ist eine echte Bewegung entstanden. Katie’s Krops unterhält mittlerweile 100 Gärten, deren Erzeugnisse hilfsbedürftigen Menschen überall in den Vereinigten Staaten zugutekommen.

Lernen, um andere zu lehren

Alma, 10 Jahre, möchte später mal selbst andere Kinder stärken.

Die 10-jährige Alma weiss schon jetzt, wie sie später anderen helfen will. In Hargeisa, der Hauptstadt von Somaliland, besucht sie die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule. Alma möchte unbedingt Lehrerin werden. «Viele aus meiner Nachbarschaft sagen mir, die Schule sei Zeitverschwendung. Das ärgert mich. Je öfter mir andere das sagen, desto mehr treibt mich das an, zu lernen. Später kann ich das, was ich weiss, an andere weitergeben.» Für Hargeisa allgemein und Almas Alter speziell ist ihre Haltung aussergewöhnlich. Die Arbeitslosigkeit dort ist sehr hoch und die grosse Mehrheit der Kinder bricht die Schule ab, weil die Schulgebühren zu hoch sind oder ihre Familien den Abschluss für unwichtig halten. Das macht Almas Ziel, diesen Trugschluss schon in jungen Jahren aufzuklären, umso bewundernswerter.

Ein Grundrecht: Gehör finden

Lokal oder global, Wirtschaft oder Kultur: Veränderungen in der Gesellschaft werden zwar nicht immer durch die Politik angestossen, aber dafür durchgesetzt. Die Stimmen von Kindern werden dabei viel zu selten gehört. Ein wirksames Mittel gegen diesen Missstand sind Kinderparlamente. In einem solchen engagiert sich auch die 11-jährige Sheba aus dem SOS-Kinderdorf im äthiopischen Jimma in Äthiopien. «Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre Meinung gehört wird – besonders wenn es um Entscheidungen geht, die Einfluss auf unser eigenes Leben haben.» Neben der Wahrnehmung dieses Grundrechts hat Sheba ein weiteres Ziel: Andere Kinder zu inspirieren, Verantwortung zu übernehmen und sich für wichtige Anliegen einzusetzen.

Sheba (ganz links) legt Wert darauf, dass ihre Stimme und die anderer Kinder nicht untergeht.

Aus dem SOS-Kinderdorf in die weite Welt

Auch unter den ehemaligen Kindern aus SOS-Kinderdörfern engagieren sich viele leidenschaftlich, um anderen zu helfen und die Welt zu verbessern. So wie die 21-jährige Kristina aus Kroatien, die dank des Tauchsports ein neurologisches Leiden überwand, das ihr in der Kindheit das Gehen schwermachte. Schon mit 16 Jahren motivierte sie diese Erfahrung dazu, sich aktiv gegen die Verschmutzung der Weltmeere einzusetzen und Jugendliche in SOS-Einrichtungen für Sport zu begeistern. Dank ihres Engagements ist Kristina eine der diesjährigen Nominierten des Hermann Gmeiner Awards.

Geschichten wie diese beweisen: Kinder sind nicht nur die Zukunft, sondern sie verändern die Welt von morgen schon heute. Mit Esprit, Empathie und einer grossen Portion Mut und Kreativität. Mehr dazu, wie SOS-Kinderdorf Kinder dabei unterstützt, das Beste aus sich rauszuholen, lesen Sie hier.

Inhaltsverantwortliche:

David Becker

Wenn ich Content in Wort und Bild erarbeite, begeistert mich das grosse Ganze und berühren mich die feinen Details.

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