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Die Fortschritte von Sima zeigen, wie wichtig diese Chancen sind. Er besucht die Schule inzwischen regelmässig, seine Leistungen haben sich verbessert, und er ist deutlich selbstbewusster geworden. Besonders freut seine Eltern, dass ihr Sohn heute mit Zuversicht über seine Zukunft spricht. Ausserdem hat er neue Freunde gefunden, fühlt sich stärker in die Schulgemeinschaft eingebunden und beteiligt sich aktiv am Unterricht. «Ich bin froh, dass ich meine Ausbildung nicht aufgegeben habe», sagt Sima. «Heute blicke ich viel hoffnungsvoller in die Zukunft.» Sein grösster Traum ist es, Arzt zu werden. Er möchte Menschen helfen und insbesondere jene unterstützen, die ähnliche Herausforderungen erleben wie er selbst. Für ihn ist Bildung der Schlüssel dorthin.
Sima ist nicht der Einzige. In Shashamene und den umliegenden Gemeinden leben viele Kinder mit Behinderungen, die Gefahr laufen, von Bildung ausgeschlossen zu werden. Armut, fehlende Akzeptanz und mangelnde Unterstützung erschweren ihren Alltag. Dieser Herausforderung begegnet SOS-Kinderdorf Schweiz mit der Arbeit vor Ort. Durch die Förderung inklusiver Bildung erhalten Kinder Zugang zu Schulen, Lernmaterialien, Nachhilfe und individueller Begleitung. Gleichzeitig werden Lehrpersonen geschult und Familien sensibilisiert, damit Kinder mit Behinderungen nicht länger am Rand stehen, sondern selbstverständlich Teil der Gemeinschaft werden. Für Ayantu ist das der wichtigste Erfolg ihrer Arbeit. Sie ist überzeugt, dass ihre Schüler:innen alles mitbringen, um ihren eigenen Weg zu gehen. «Sie sind sehr fähig und intelligent», sagt sie. «Sie brauchen nur Aufmerksamkeit und eine Chance.» Und Sima möchte diese Chance nutzen. Anderen Kindern mit Behinderungen gibt er deshalb eine einfache Botschaft mit auf den Weg: «Gebt die Schule nicht auf. Glaubt an eure Fähigkeiten. Auch wenn es schwierig ist, Bildung eröffnet Möglichkeiten und hilft euch, eine bessere Zukunft aufzubauen.»
Ihre Spende ermöglicht die Unterstützung unserer Arbeit in Äthiopien und vieler anderer Projekte, die Kindern und ihren Familien zugutekommen.
Gut zu wissen
- Die Gebärdensprache ist sehr vielseitig. Sie unterscheidet sich von Land zu Land, und es gibt auch Dialekte und Jugendslang. So gibt es Gebärden, die nur von jungen, aber nicht älteren Menschen genutzt werden.
- Nicht alle Gehörlosen können Lippenlesen. Die Fähigkeit ist höchst anspruchsvoll, da viele Klänge auf den Lippen sehr ähnlich aussehen.
- Weltweit ist etwa eine unter 1’000 Personen gehörlos.
- Das Fingeralphabet ist wichtig, wenn bestimmte Gebärden nicht bekannt sind und beteiligte Personen auf das Buchstabieren zurückgreifen müssen.