Betreuungsprogramme

Unterstützt werden das SOS-Kinderdorf Faridabad in Indien sowie das SOS-Kinderdorf Quthing in Lesotho.

Anadi aus dem SOS-Kinderdorf Faridabad in Indien



Die vierjährige Anadi wächst im SOS-Kinderdorf Faridabad auf.

Im SOS-Kinderdorf Faridabad in Indien haben 50 verlassene Kinder wieder ein liebevolles Zuhause gefunden.


1984 wurde das dritte SOS-Kinderdorf im Grossraum Delhi eröffnet: Faridabad – 30 km südlich der Stadt Delhi – hat fünf Familienhäuser und betreut 50 Kinder zwischen 1 Jahr und 18 Jahren.  Seit Bestehen haben 168 Kinder das SOS-Kinderdorf verlassen. 117 von ihnen gehen einer geregelten Arbeit nach, 22 sind verheiratet und haben eine eigene Familie gegründet, 29 leben in der SOS-Jugendeinrichtung.

Die vierjährige Anadi wächst im SOS-Kinderdorf Faridabad auf. Am liebsten singt sie mir ihrer SOS-Kinderdorf-Mutter oder spielt mit ihren Puppen und Plüschtieren. Nur früh aufstehen, dass mag Anadi gar nicht: „Wenn Mama mich wecken will, stelle ich mich immer schlafend. Dann kitzelt sie mich immer etwas und wir lachen beide.“
 

Mpho aus dem SOS-Kinderdorf Quthing in Lesotho



Ihre schwere Vergangenheit sieht man Mpho nicht meh an.

Das SOS-Kinderdorf Quthing im Bergkönigreich Lesotho, welches vollständig von Südafrika umgeben ist, umfasst zwölf Familienhäuser Das grosse Problem im Land ist HIV/Aids. Ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung ist mit dem HI-Virus infiziert – das ist nach Swasiland und Botswana die dritthöchste Rate weltweit. In Lesotho gibt es 200 000 gefährdete Kinder, denen die notwendige Betreuung fehlt.  Daher ist die Hilfe von SOS-Kinderdorf dringend notwendig. 2009  konnte das SOS-Kinderdorf Quthing eröffnet werden , welches  100 Kinder ermöglicht in einer Familie aufzuwachsen.


Mpho ist eines von den hundert Kindern, die im SOS-Kinderdorf Quthing ein liebevolles Zuhause gefunden haben. Das Kindergartenkind hat eine starke Bindung zu seiner SOS-Kinderdorf-Mutter Mammata aufgebaut und würde – wie viele vierjährige Kinder – am liebsten nur Süssigkeiten essen.

Ihre schwere Vergangenheit sieht man Mpho nicht meh an. Ihre Mutter starb an Aids und auch ihr HIV-positiver Vater war so geschwächt, dass er nicht mehr für das kleine Mädchen und ihre vier Geschwister sorgen konnte. Heute steht Mpho ihren Freundinnen und Freunden in nichts nach. Ausgelassen hüpft sie herum, schwingt ihre Hüften und singt aus voller Kehle.  „Mpho ist ein Sonnenschein und entwickelt sich wunderbar“, sagt Mammata.

Der kleine Wirbelwind isst gerne und mag am liebsten Reis und Fisch. „Ausser natürlich Süssigkeiten, die mag ich noch lieber“, erklärt sie ernst. Nach dem Essen klettert sie immer auf Mama Mammatas Schoss und lässt sich von ihr eine Geschichte erzählen.