Bildungsprogramme

Unterstützt werden die Schulen von SOS-Kinderdorf in Bangui, Zentralafrika und in Gode, Äthiopien.

Die Schule von SOS-Kinderdorf in Bangui, Zentralafrika



Taylor besucht mit knapp 500 Schülerinnen und Schülern die Schule von SOS-Kinderdorf.

Die Rekrutierung von Kindersoldaten durch bewaffnete Gruppen ist in der Zentralafrikanischen Republik nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen. In einigen besonders krisengeschüttelten Regionen können deshalb nur 14 Prozent der Kinder eine Schule besuchen. Die Einschulungsraten sind landesweit nach wie vor alarmierend niedrig. Nur 62 Prozent der Jungen und 41 Prozent der Mädchen werden überhaupt eingeschult. Lediglich 22 Prozent aller zentralafrikanischen Kinder beenden die Grundschule.


Auch aus diesem Grund betreibt SOS-Kinderdorf in Bangui eine Schule, in der bis zu 490 Schülerinnen und Schüler eine Grundausbildung erhalten. Die Kinder besuchen hier die erste bis sechste Klasse. Auf dem Lehrplan stehen einerseits die Fächer des staatlichen Lehrplans wie Mathematik, Geometrie oder Französisch aber auch anderer Unterrichtsstoff wie English, Informatik oder Handarbeit. Schulleiter Laurent Patrick Kongo ist stolz auf seine Schule: „Bei uns kommen auf ein Lehrer 36 Kinder, in anderen Schulen sind es bis zu 200 Kinder. Auch haben wir für jeden Schüler ein Unterrichtsheft, in anderen Schulen müssen sich oft zehn Kinder ein Heft teilen.“ Die Schule verfügt zudem über eine Bibliothek, in den die Kinder ihre Schulbücher ausleihen können.

Eines dieser Kinder ist Taylor. Die zehnjährige kommt eben von der Abschlussfeier des Schuljahres und freut sich auf die Ferien. Noch mehr freut sie sich aber bereits jetzt auf das kommende Schuljahr, denn die elfjährige ist wissbegierig und geht gerne zur Schule.

Die Schule von SOS-Kinderdorf in Gode, Äthiopien



Die zehnjährige Aligaz besucht die Schule von SOS-Kinderdorf in Gode.

Seit 2005 betreibt SOS-Kinderdorf in Gode einen Kindergarten und eine Primarschule. 373 Kinder erhalten hier eine solide Ausbildung.


Die Schule zählt zu den besten in der Region. Unterrichtet werden unter anderem Mathematik, Geschichte, Physik, Biologie, Englisch und Somali. Zudem verfügt die Schule über eine gut bestückte Bibliothek.
Schuldirektor Habesh Kibrom ist stolz auf seine Schule und setzt sich mit Leib und Seele für seine Schützlinge ein: „Jedes Kind wird individuell gefördert. Wir bieten Nachhilfestunden für schwächere Schüler, damit sie einen guten Abschluss machen und weiterführende Schulen besuchen können.“

Auch die zehnjährige Aligaz besucht die Schule von SOS-Kinderdorf in Gode. Heute kriegt sie eine Mathematik-Probe zurück. 21 von 30 möglichen Punkten hat sie erreicht. Das ist nicht schlecht, die zehnjährige hatte aber auf eine etwas bessere Note gehofft.