Betreuung – Jedes Kind wächst in einer Familie auf

Überall auf der Welt wachsen Millionen Kinder ohne die Betreuung ihrer Eltern auf. Viele von ihnen leben in Verhältnissen, die keinerlei Qualitätsstandards entsprechen. Gerade aber in der alternativen Betreuung ist die Qualität entscheidend für die Kindesentwicklung.


Die UN-Richtlinien für die alternative Betreuung von Kindern, bei deren Entwicklung SOS-Kinderdorf massgeblich mitgearbeitet hat, betonen, dass Kinder in einem familiären Umfeld aufwachsen sollten – am besten in ihrer Familie, wenn dies möglich und im besten Interesse des Kindes ist.


Wir konzentrieren uns in allen Bereichen unserer Arbeit darauf, dass Kinder bei ihrer Herkunftsfamilie bleiben können. Unsere Familienförderprogramme bieten hier eine grosse Bandbreite an Unterstützung an. Eine SOS-Familie oder eine Pflegefamilie sollten erst dann in Frage kommen, wenn alle Möglichkeiten, den Verbleib des Kindes bei seiner leiblichen Familie zu sichern, zuvor ausgeschöpft wurden.

Die Kinder werden von uns so lange begleitet, bis sie als junge Erwachsene ein selbstbestimmtes Leben führen können. In jedem Fall stellen wir sicher, dass Kinder in einer liebevollen Familie aufwachsen. Viele Kinder, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen, leiden unter sozialer Stigmatisierung. Wir setzen deshalb alles daran, dass die Kinder, die wir betreuen, gesellschaftlich voll integriert und gleichberechtigt leben können.

SOS-Kinderdörfer

Hermann Gmeiner hatte die Vision, dass eines Tages alle Kinder dieser Welt in der Geborgenheit einer Familie aufwachsen können. Doch solange dieser Traum nicht realisiert ist, bleibt es an den SOS-Kinderdörfern, jenen Kindern, die uns am meisten brauchen, ein Zuhause und eine Familie zu geben.

SOS-Jugendeinrichtungen

SOS-Jugendwohneinrichtungen sind die logische Fortsetzung des Betreuungskonzeptes von SOS-Kinderdorf. Sie ermöglichen SOS-Jugendlichen den Schritt in Richtung Selbständigkeit, ohne auf die Unterstützung durch SOS-Kinderdorf verzichten zu müssen.

SOS-Sozialzentren

Die SOS-Sozialzentren bieten in einer Vielzahl von Situationen Hilfe in unterschiedlichster Form an: sie vermitteln lebenswichtige Kenntnisse, bieten Lehrgänge, Beratung, Supervision und sogar spezielle Therapien an. Bei all diesen Leistungen wird jenen Menschen in der einheimischen Bevölkerung Vorrang eingeräumt, die Mühe haben, ihr Leben zu meistern.

Weltweite Betreuungsprogramme

  • 533 SOS-Kinderdörfer
  • 606 SOS-Jugendbetreuungsprogramme
  • 621 Familienstärkungsprogramme

631'522 Begünstigte weltweit

  • Das SOS-Kinderdorf

    Im SOS-Kinderdorf finden elternlose und verlassene Kinder ein neues Zuhause. Sie wachsen in der Geborgenheit einer SOS-Familie auf: liebevoll umsorgt von ihrer SOS-Kinderdorf-Mutter, zusammen mit Geschwistern. Jeweils fünf bis zehn Mädchen und Jungen leben gemeinsam mit ihrer SOS—Kinderdorf-Mutter in einem Familienhaus. Zehn bis 15 SOS-Kinderdorf-Familien bilden eine Dorfgemeinschaft. Die SOS-Kinderdörfer sind der Ausgangs- und Mittelpunkt unserer weltweiten Arbeit. Mehr erfahren...
  • Mütter aus Leidenschaft

    Daniela Schlattinger lebt mit Herzblut den Alltag ihrer Grossfamilie in Dozwil am Bodensee. Etalemahu Gebregiorgis ist seit acht Jahren SOS-Kinderdorf-Mutter in Harar in Äthiopien. Früher konnte sie sich nicht vorstellen, so viele Kinder zu haben. Jetzt will sie nichts anderes mehr. Mehr erfahren...
  • Jedes Kind braucht eine Mutter

    Video-Interview mit SOS-Kinderdorf-Mutter Fre

    Im Video erklärt die SOS-Kinderdorf-Mutter Fre aus dem SOS-Kinderdorf Harar in Äthiopien, wieso sie sich entschieden hat, diese Aufgabe zu übernehmen. Mehr erfahren...
  • Geschwister gehören zusammen

    Geschwister gehören zusammen

    Haddy Njie Touray hat viel Erfahrung mit Geschwistern. Selber im SOS-Kinderdorf Bakoteh in Gambia aufgewachsen, ist sie inzwischen Dorfdirektorin geworden. Sie findet, das innige Band zwischen Brüdern und Schwestern könne gar nicht überschätzt und müsse deshalb von klein auf gefördert werden. Mehr erfahren...
  • Es werden immer meine Kinder bleiben

    Was wird aus den Kindern von einst, die dem SOS-Kinderdorf entwachsen sind und sich im Leben als Erwachsene zurechtfinden? Wer weiss das besser als eine SOS-Kinderdorf-Mutter, die sich an ihre ersten Kinder erinnert und erzählt, wie diese ihr Leben meistern. Mehr…
  • Damit Jugendliche nicht in Not geraten

    Beim Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein kommt den Jahren zwischen 12 und 18 eine besondere Bedeutung zu. In dieser Zeit lernen die Jugendlichen, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. SOS-Kinderdorf steht ihnen bei diesem wichtigen Schritt mit Rat und Tat bei und verhindert so, dass Jugendliche in Not geraten. Mehr erfahren...
  • Weihnachten im SOS-Kinderdorf

    Mehr…