SOS-Kinderdörfer in Senegal

Während des zehnjährigen Bürgerkrieges in Sierra Leone wurden Tausende von Kindern als Kindersoldaten eingesetzt und missbraucht. Im Jahr 2014 führte die Ebola-Epidemie zu mehr Notlagen in einem der ärmsten Länder Afrikas. Vor diesem Hintergrund spielte SOS-Kinderdorf eine zentrale Rolle bei der Hilfe für die am stärksten gefährdete Bevölkerungsgruppe: den Kindern und jungen Erwachsenen.


Von Turbulenzen gebeutelt

Eines der reichsten und zugleich ärmsten Länder Afrikas

Kinder brauchen Schutz



Während der Ebola-Epidemie hat SOS Kinderdorf Familien vor Ort mit Nahrung und Medikamenten versorgt. (Foto: SOS-Archiv)

Die psychologischen Auswirkungen der Gräueltaten, die die Kinder in Sierra Leone während des Bürgerkrieges miterleben mussten, sind schwerwiegend. Schätzungsweise 310 000 Kinder wachsen in Sierra Leone ohne ihre Eltern auf. Noch immer ist das auf die Folgen des Bürgerkriegs zurückzuführen, aber unter den verlassenen Kindern sind auch viele Aidswaisen, schätzungsweise18 000. Wegen der Ebola-Epidemie, die 2014 begann, haben viele Kinder elterliche Fürsorge verloren.

Waisenkinder müssen oft die schwere Aufgabe bewältigen, schon in sehr jungen Jahren eine ganze Geschwisterfamilie zu ernähren. Tausende von Kindern arbeiten in Sierra Leone in den Minen des Landes, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie müssen schwere körperliche Arbeit verrichten, z.B. tiefe Erd- oder Kiesgruben ausheben oder die schwerer Massen von Schlamm beseitigen. Einige dieser Kinder sind jünger als zehn Jahre.

Mit 119 pro 1000 Lebendgeburten hat Sierra Leone eine der höchsten Säuglingssterblichkeitsraten der Welt. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln stellt für viele Familien in Sierra Leone ein großes Problem dar.

Der Mangel an Schulen und Lehrpersonal hat negative Folgen für die Bildung der Kinder in Sierra Leone. Während des Krieges wurden Tausende von Schulen ganz oder teilweise zerstört. Trotz der jüngsten Bemühungen um den Ausbau des Bildungssystems geht weniger als die Hälfte der Kinder zur Schule. Sierra Leone hat nach wie vor eine der höchsten Analphabetenraten in der ganzen Welt. Mitte 2014 verschlechterte sich die Situation, da Schulen geschlossen wurden, um die Ausbreitung des Ebola-Virus zu verhindern.

SOS-Kinderdorf im Senegal